Mittwoch, 12. September 2012

Kontokorrent als Frühindikator

Im betrieblichen Bereich ergibt sich hierbei mitunter die Situation, dass der Cashflow sich rückläufig darstellt. Auffällig wird dies einerseits innerhalb des betrieblichen Rechnungswesens, andererseits in der Regel auch durch die Inanspruchnahme der betrieblichen Betriebsmittelkreditlinie. Dieser Kredit für die Betriebsmittelfinanzierung ist insbesondere für die Hausbank der permanent zur Verfügung stehende Indikator der Liquiditätslage eines Unternehmens. Eine dauerhafte Inanspruchnahme signalisiert somit einen latenten Finanzierungsbedarf. Bei sinkenden Umsatzerlösen und einem nicht in gleichem Maße Absenken der betrieblichen Kosten ist eine steigende Kreditinanspruchnahme die Folge. Die Besprechung der Jahresabschlüsse sowie die unterjährige Durchsicht und Auswertung der betriebswirtschaftlichen Auswertungen manifestiert im Nachgang das Entstehen von Cashflow-Problemen. Da diese grundsätzlich mit einer verminderten Kapitaldienstfähigkeit einhergehen, bietet es sich aus diesem Grunde für Betriebe an, rechtzeitig im Vorfeld von anstehenden Kreditverhandlungen eine unabhängige Unternehmensberatung zu konsultieren, um branchenübliche Standards bei der Finanzierung auszuloten und darüber hinaus möglicherweise bestehende Optimierungspotenziale im Hinblick auf Strukturen und Konditionen aufgenommener Finanzierungen auszuloten.


Für Privathaushalte gilt grundsätzlich Entsprechendes. Es macht vielfach Sinn, einen dauerhaft in Anspruch genommenen Dispositionskredit in einen Ratenkredit umzuschulden. Wenn man unabhängige Finanzdienstleister aufsucht, die mit einer Vielzahl von Kreditinstituten zusammenarbeiten, steigt hierbei die Chance, besonders günstige Konditionen zu erhalten. Man sollte hierbei auf einen möglichst niedrigen Sollzinssatz achten und darüber hinaus auf ein möglichst hohes Maß an Flexibilität, was die Möglichkeit von kostenlosen Sondertilgungen angeht. Dies gilt natürlich auch für eine Baufinanzierung.

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Dienstag, 3. Mai 2011

Zinseszinseffekt meiden

In Abhängigkeit von der Struktur der Unternehmensfinanzierung besteht für Betriebe in Zeiten steigender Zinsen das Risiko, dass die Finanzierungskosten einen überproportionalen Anstieg verzeichnen, bedingt durch den Zinseszinseffekt. Dieser schlägt sich durch die dauerhafte Inanspruchnahme variabel verzinslicher Kredite wie dem Betriebsmittelkredit auf dem Kontokorrentkonto nieder. Die Auswirkungen verschlechterter Kreditkonditionen infolge gestiegener Zinsen werden unmittelbar ergebniswirksam durch die Belastung des Rechnungsabschlusses, der in aller Regel vierteljährlich durch die Kreditinstitute vorgenommen wird. Mit steigenden Volumina bezogen auf die Inanspruchnahme des Betriebsmittelkredits reagiert der Zinsaufwand entsprechend deutlicher in Bezug auf die Ertragslage und die Liquiditätsausstattung des Unternehmens. Genauso, wie man Arbeitnehmern nur empfehlen kann, bei einer dauerhaften Inanspruchnahme des Dispos auf dem Gehaltskonto eine Umschuldung in einen Ratenkredit in Betracht zu ziehen, um einerseits günstigere Zinssätze zu erhalten und somit die Finanzierungskosten zu senken, andererseits auch eine regelmäßige Tilgung der entstandenen Verbindlichkeiten zu gewährleisten, so ist Unternehmen eine Umschuldung des Überhangs an kurzfristigem Fremdkapital in mittelfristige Darlehen nahezulegen, sofern der Bodensatz der teuren Kredite nicht absehbar anderweitig getilgt werden kann. Da neben der Reduzierung des Zinsaufwands und der Eindämmung des Zinseszinseffektes auch eine qualitative Verbesserung der Bilanzstrukturen einhergeht, indem zielgerichtete Umschuldungsmaßnahmen die Anfälligkeit gegenüber weiteren Zinserhöhungen reduzieren, sollten Unternehmen nicht zögern, die bestehenden Optionen mit Hilfe einer in Finanzierungsfragen versierten Unternehmensberatung zu prüfen und sodann in die Wege zu leiten.

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Dienstag, 25. Januar 2011

KK-Inanspruchnahmen

Sofern auf dem Geschäftskonto eines Unternehmens oder beruflich Selbstständigen Sollsalden mit steigender Tendenz auf dem Kontokorrentkonto auftreten, besteht Handlungsbedarf. Grundsätzlich ist es für den Betrieb anzuraten, sich einer intensiven Ursachenforschung zu widmen, um aktiv an einer Lösung mitarbeiten zu können und nicht das Heft des Handelns der kreditgebenden Bank oder Sparkasse zu überlassen.
Sofern die überhöhte Inanspruchnahme schlicht auf einer Ausweitung des betrieblichen Geschäftsumfangs, verbunden mit einem erhöhten Bedarf an einer Finanzierung von Betriebsmitteln beruht, kann eine dauerhafte, bei Saisonbetrieben gegebenenfalls auch befristete Erhöhung des Kontokorrentkredites bereits die ideale Lösung für Kreditgeber und Kreditnehmer sein.
Nicht selten jedoch zeigt eine tiefergehende Analyse, die vorzugsweise von einer bankenunabhängigen und somit neutralen Unternehmensberatung vorgenommen werden sollte, dass der kurzfristige Finanzierungsbedarf, der sich durch die überhöhte Inanspruchnahme der Kreditlinie manifestiert, nicht im Einklang mit den Umsatzzahlen steht, sondern vielmehr Ausdruck einer nicht ausreichenden Finanzplanung, mangelnder betrieblicher Rentabilität und/oder einer nicht fristenkongruenten Finanzierung des betrieblichen Anlagevermögens ist.
In diesen Fällen gilt es, eine Konsolidierung der Kredite des Betriebes in die Wege zu leiten. Häufig, insbesondere bei jungen Unternehmen in der Phase der Existenzgründung, zeigt sich, dass die Konsolidierung nicht nur die Verbindlichkeiten gegenüber der Hausbank und Lieferanten berücksichtigen muss, sondern auch darüber hinausgehende private Verbindlichkeiten der Geschäftsinhaber, da mit Beginn der beruflichen Selbstständigkeit keine konsequente Trennung von betrieblicher und privater Finanzsphäre vorgenommen wurde.

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Mittwoch, 15. September 2010

Kontokorrentlinie - kurzfristiger Kredit

Bei einer Existenzgründung in kleinem Rahmen, beispielsweise einer nebenberuflichen Selbstständigkeit, ist die Unternehmensfinanzierung mitunter nicht kompliziert, sondern mit der Bereitstellung einer Kreditlinie auf dem Kontokorrentkonto “erledigt“. Allerdings sollte man diese Kreditlinie – wie auch einen Dispositionskredit auf dem Privatgirokonto – nicht zweckentfremden und für Investitionen in Anspruch nehmen, die über den reinen Betriebsmittelbedarf hinausgehen. Dies wäre angesichts der vorherrschenden Konditionen für KK-Kredite eine überaus teure Form der Finanzierung. Eine Kreditlinie sollte die Funktion einer Liquiditätsreserve bzw. einer Dispositionslinie für kurzfristige Inanspruchnahmen wahrnehmen. Falls die bisherige Hausbank nur Kredite für Arbeitnehmer vergibt, kann man beispielsweise über eine ortsansässige Unternehmensberatung in Erfahrung bringen, welche Kreditinstitute hierfür in Betracht kommen.

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Montag, 28. Juni 2010

Zinsniveau sichern

Die langfristigen Zinsen befinden sich auf einem historisch niedrigen Zinsniveau. 10-jährige Bundesanleihen rentieren bei nur noch 2,60 % p.a.; Darlehenskonditionen für eine private Baufinanzierung unter 4 % für eine 10- oder gar 15-jährige Zinsfestschreibung sind ohne größere Probleme erhältlich.
Auch Unternehmen sollten in diesem Szenario hellhörig werden, auch wenn in aller Regel für gewerbliche Kredite, die nicht vollständig durch erststellige Grundschulden oder andere werthaltige Sicherheiten gedeckt sind, mitunter andere Spielregeln gelten. Anstehende Prolongationen von gewerblichen Darlehensmitteln sowie Umschuldungen einer dauerhaften Inanspruchnahme der KK-Linie sind Ansatzpunkte, um die Zinsbelastung und damit die Kapitaldienstbelastung zu senken. Für laufende variabel verzinsliche Darlehen wäre in diesem Kontext die Vereinbarung einer Zinsfestschreibung zu prüfen. Dies senkt das Zinsänderungsrisiko und stabilisiert die Unternehmensfinanzierung.

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